Montag, 2. März 2009

Der erste Tag

Es ist 5 Uhr Morgens, meine Wachpahse hat vor circa einer Stunde begonnen und bevor ich mich so gegen 6 unter die Dusche stürzen werden, hier ein paar ersten Eindrücke von New York.
Zunächstmal ist es echt kalt hier. Letzte Nacht ist nochmal einges an Schnee gefallen, nicht dramatisch nach Schweizer Massstäben aber in der Zeitung hatten sie gestern schonmal vorsorglich vor einem Blizzard gewarnt. Wird interessant sein zu sehen, wie sie hier damit klarkommen..
Der Tag gestern war irgendwie durchmischt. Es hat doch ziemlich Zeit gekostet, bis ich mich aus der Wohnung getraut habe, um das grosse Wagnis New York anzunehmen. Lustigerweise habe ich mich dann quasi sofort verlaufen. Links statt recht, rauf, statt runter und schon hatte mich meine Orientierungssinn gänzlich im Stich gelassen. Das ist mir so eigentlich noch nie passiert, insbesondere im Quadratisch Praktischen New York nicht. Das war sicher die Müdigkeit, die mir immer noch etwas in den Knochen steckt. So etwas Watte hab ich ja immer noch zwischen den Ohren....
Jedenfalls war ich sofort in Chinatown (so Canal St) und war im ersten Moment doch ziemlich überwältigt. Eine fülle von kleinen Ständen und Geschäften, mich ich so vielleicht eher in Asien erwartet hätte. Schon etwas anderes als die wohlgeordnete Züricher Bahnhofsstrasse. Trotz Sonntag-Mittag und der Kälte allerdings ähnlich voll.
Da mein Magen langsam deutlich Signale des Unmuts von sich gab - schliesslich hatte ich ihn die letzten 10h ziemlich ignoriert, wagte ich mich dann ich eine chinesiche Bäckerei und kaufte am Sandwichstand ein paar lecker aussehende ähm ja wie beschreiben, ähm naja, so Krapfenartige, mit Quark, etwas grünem und etwas frittiertem gefüllte Dinge.
Die Kassiererin schaute mich etwas seltsam an aber mein Magen wische alle kurzfristig aufkommenden Bedenken rigoros beiseite und kurz danach flüchtete ich mich meinem 'Krapfen' wieder auf die Strasse. Das frittierte Etwas hat sich dann als Fisch herausgestellt und das ganze war natürlich herzhaft und nicht süss, im ganzen sogar recht lecker. Auch wenn meine Geschmacksnerven vielleicht nicht wirklich beurteilungsfähig gewesen sind.
Dann bin ich in den nächsten Supermarkt und hab 50 Dollar für einen handvoll Lebensmittel ausgegeben. Ok, ich hab nur Dinge gekauft, die irgendwie vertraut aussahen (sogar Schweizer Gryenzer gabs) aber ich glaube einfach, das es noch andere Möglichkeiten zum einkaufen geben muss.

Im Anschluss hab ich mal meine neue Arbeitsstätte besucht, mehr zum testen der Verbindung und um einen Blick von aussen drauf zu werfen. Das Gebäude sieht aus wie eine mittelalterliche Trutzburg. Vielleicht ist das im Moment auch ein gewollter Eindruck.
Am selben Platz steht auch das Gebäude in dem ich vor 9 Jahren für Bertelsmann gearbeitet habe. Irgendwie ist mir da schon etwas seltsam zumute gewesen. Wieder an diesem Ort zu stehen - nun ich bin mir noch nicht ganz sicher wie sich das eigentlich anfühlt.

Jedenfalls hab ich mir das erstmal eine SIM-Karte von AT&T gekauft und bin nun stolzer Besitzer eines voll funktionsfähigen iPhones.
Den Tag beschlossen hab ich dann mit einem sehr leckeren Abendessen in little Italy. Selten hab ich einen so freundlichen und aufmerksamen Ober erlebt wie in diesem Lokal. Ok es waren sonst kaum Gäste da aber trotzdem. Das hab ich in Zürich schon anders erlebt, in New York allerdings auch.

Um 8 war ich verfroren aber zufrieden wieder in der Wohnung. Auf dem Weg von der Metro hab ich noch ein chinesisches Dimpling-Restaurant gesehen. Das probiere ich vielleicht Heute Abend aus.

Bis bald, Dirk

1 Kommentar:

JB hat gesagt…

Sounds great. Have a good start in the office later today....