Donnerstag, 12. März 2009

Fahrstühle und andere soziale Nahkampfgelegenheiten

Einer der seltsamsten Dinge, die Mensch hier so erleben kann, ist das hochdynamische Verhalten von Menschen in beschränkten Räumen. Fahrstühlen zum Beispiel. Da begegnen sich - moment - da verringern Menschen plötzlich gezwungenermassen ihren antrainierten Sicherhaitsabstand. Man kommt sich sozusagen physisch näher. Emotional jedoch tritt genau das Gegenteil ein - man wünscht sich so weit wie möglich von dannen. Gerade so, als bedürfte die so unkonventionelle Nähe eines psychischen Ausgleichs.
Nach interessanter ist jedoch, wenn sich der Fahrstuhl langsam leert. Die verbliebenen Fahrgäste verteilen sich dann sofort neu, um sogleich den grösstmöglichen Abstand herzustellen. Sicher ist sicher...

1 Kommentar:

rogerbond hat gesagt…

Du solltest Soziologe werden ;-)